Nachlese der Vereins "Aktionen"

Bericht und Bilder über die Himalaya Reise unter: http://www.rosenbauer.net - in der Rubrik "Nepalreisen"


Aktives Wochenende bei den Treuchtlinger DAV'lern

Am 20. Und 21. April standen einmal ganz andere Aktivitäten im Mittelpunkt der treuchtlinger Alpenvereinssektion. Zum einen hatte Bürgermeister Werner Baum die Vereine zur Teilnahme an einem Neubürgerempfang eingeladen. Wir ließen uns natürlich die Chance nicht entgehen, unseren Verein und seine vielfältigen Aktivitäten zu präsentieren. Eine ausdruckstarke Fotoshow und viele ausgestellte Ausrüstungsgegenstände ergänzten das breitgefächerte Informationsmaterial. Zur Beantwortung der vielen Fragen standen Karl Meier, Jürgen Promm und Angelika Rosenbauer am "Messestand" zur Verfügung.

Am Samstag dann stand das Zeichen unter der Aktion "Saubere Stadt". Leider waren aufgrund eines vorhergehenden Wolkenbruchs nur 5 Mitglieder bei der Aktion tätig. Dies tat der "Sammelleidenschaft" der Restmannschaft jedoch keinen Abbruch. Und die abschließende Einkehr in der Brotzeitstube Breit in Schambach hat einen erfolgreichen Nachmittag beendet. (nachzulesen auch unter http://88.217.240.14/index.php?id=0,417 ) -auf der Seite des Landratsamtes

Angelika Rosenbauer

Und wieder das Wetter... aber trotzdem zwei 4-Tausender im Rucksack

Schneeschuhhochtour in den Grajischen und Walliser Alpen, 06.-12. April 2012

Unterkunft: Rif. Benevolo (2285m) und Rif. Mantova (3498 m); Gemeinschaftstour; 4 Sektionsmitglieder

Als wir am Karfreitag um 5:00 Uhr im leichten Nieselregen das Auto packten, waren wir trotzdem gut gestimmt. Diese Stimmung steigerte sich fast schon zur Euphorie, als wir auf der anderen Seite des Bernardino von strahlendem Sonnenschein empfangen wurden.

Nach knapp 8 Stunden Fahrt begannen wir unseren Aufstieg zur Benevolo-Hütte im Val di Rhemes, einem Seitental des Aostatals. Uns erwartete eine kleine, spartanisch eingerichtete, aber gemütliche Hütte - der Ausgangspunkt für unsere geplanten Touren der nächsten Tage. Zur Akklimatisation für den 2. Teil unserer Ostertour, bei der einige 4-Tausender auf dem Programm standen, waren hier einige 3-Tausender als Ziel angesetzt.

Für den ersten Tourentag war die Besteigung der Becca de la Traversiere (3337m) geplant. Als wir morgens gegen 7:30 aufbrachen, war das Wetter noch einigermaßen, die Gipfel um uns herum aber schon teilweise in Wolken. Immer wieder hatten wir beim Aufstieg mit starkem Wind zu kämpfen. So waren wir froh, dass wir unsere Gurte im Windschatten anlegen konnten. Wir waren nicht lange auf dem Gletscher, als die Wolken nach unten drückten. Und nach einer Stunde waren wir in dichten Nebel eingehüllt. Die Sicht war auf wenige Meter beschränkt, so dass wir uns in einer Höhe von 3135 Meter entschlossen, umzukehren. Vielleicht hätten wir ja am nächsten Tag bei der Besteigung des Punta Calabre (3445m) mehr Glück. Aber weit gefehlt! Am darauffolgenden Tag quälten wir uns bei heftigstem Sturm bis auf eine Höhe von ca. 3000 Meter, bevor wir abermals beschlossen, abzubrechen. Der Whiteout hatte inzwischen schon unsere Gesichter vereist und die Sicht war wieder gleich Null! Zurück auf der Hütte, war es uns dann vergönnt, in der Sonne im Windschatten zu sitzen und die sturmumtosten Gipfel zu beobachten. Als wir am kommenden Tag (Ostermontag) frühmorgens bei schönstem Wetter zum Parkplatz abstiegen, waren wir für den 2. Teil unserer Reise wieder optimistisch. Zunächst hatten wir aber mit dem versulzten Motor unseres Fahrzeugs zu kämpfen. Später als geplant erreichten wir dadurch Gressoney in den Walliser Alpen. Mit der Seilbahn fuhren wir zur Punta Indren (3260 m), von wo wir über einen sehr schweren und steilen Aufstieg die Mantova-Hütte (3498m) erreichten. Hier mussten wir uns zunächst damit abfinden, dass es kein Wasser zum Waschen gab, woran wir uns - im Nachhinein betrachtet - ziemlich schnell gewöhnt haben.

Für den folgenden Tag hatte der Wetterbericht gar nicht so schlecht gemeldet, so dass wir uns entschlossen, die Vincent Pyramide (4215 m) anzugehen. Diesmal sollte uns der Wettergott wohlgesonnen sein. Nach ca. 3 Stunden Aufstieg standen wir im Glückstaumel auf dem ersten Gipfel unserer Tour. Noch nicht mal 11:00 Uhr - also früh am Tag - beschlossen wir, gleich den zweiten Gipfel anzugehen. Nach einer weiteren Stunde standen wir (bei mir allerdings unter Schmerzen eines Wadenkrampfes) auf dem Balmenhorn (4167 m). Der Abstieg über den sonnenbeschienenen Gletscher beendete einen wunderschönen Tourentag.

Aber das Wetter sollte die Konstanz nur in seiner Wechselhaftigkeit beibehalten. Bereits am Abend begann es zu schneien! Am nächsten Morgen: mehr als ½ Meter Neuschnee! Wir beschlossen abzusteigen, da die Aussicht bei diesen Schneeverhältnissen, einen weiteren Gipfel besteigen zu können, äußerst gering war. Doch die Schneemassen verwehrten uns auch den Abstieg. In den Steilhängen war die Lawinen- und Abrutschgefahr zu hoch. Wir kehrten schließlich um und blieben eine weitere Nacht auf der Mantova. Am darauffolgenden Tag nutzten wir ein paar Stunden guter Sicht, um den Abstieg zu wagen. Wir benötigten allerdings zwei Anläufe, um die Bergstation der Seilbahn zu erreichen und damit den Weg zurück in die "Zivilisation".

Alles in allem sind wir alle vier trotz der Wetterkapriolen hochzufrieden und überglücklich. Konnten wir doch neben den beiden Gipfeln eine imposante Landschaft und untereinander eine tolle Gemeinschaft genießen.

Einen besonderen Dank möchte ich noch loswerden - natürlich gilt er "unserem" Karl, der die Tour exzellent wie immer vorbereitet hat, aber dann leider nicht mitkommen konnte. Aber auch Matthias, der uns drei restliche Greenhorns mit seiner Erfahrung auf die Gipfel und auch sicher wieder heruntergebracht hat.

Angelika Rosenbauer

Endlich mal normal      
Schneeschuhhochtour in den Ötztaler Alpen vom 23. - 25. März 2012

Unterkunft: Langtalereckhütte (2450 m), DAV, Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 7, davon 1 DAV Immenstadt

Nachdem die ursprünglich geplante Hütte für uns keinen Platz mehr hatte, wurde als Ersatz die Langtalereckhütte gefunden. Die Fahrt dorthin und der Aufstieg waren aber jeweils um eine halbe Stunde länger, so dass wir nach einer Nachtwanderung erst um 20 Uhr auf der Hütte eintrafen. Ein prima Essen wartete auf uns, das Lager allerdings war sehr eng und unbequem. Nach mehr oder weniger Schlaf stapften wir am Morgen bei bestem Wetter das lange Langtal aufwärts bis zum Langtaler Ferner, wo wir links abbogen, um zur Langtalerjochspitze zu gelangen. In weiten Serpentinen ging es recht abwechslungsreich in eine Scharte, die letzten ausgesetzten 8 Höhenmeter zum 3165 m hohen Gipfel schenkten wir uns. Bei prächtiger Aussicht auf die Hohe Wilde und viele andere Ötztaler Berge sowie nach Südtirol genossen wir die verdiente Brotzeit bevor wir bei tollem Pulverschnee in Falllinie wieder hinunter stürmten. Der Talhatscher war noch lang und der Gegenanstieg zur Hütte nochmals giftig, aber dann wartete auf der Terrasse eine strahlende Frühlingssonne auf uns. Nach 15 Schneeschuhtagen endlich einmal Sonne im Überfluss …

Als es dann später nach dem Essen zu schneien begann, wurden einige Gesichter länger. Aber als wir morgens zeitig in Richtung Eiskögele aufbrachen, lugte schon wieder der blaue Himmel zwischen grauen Wolken hindurch. Der relativ steile Aufstieg war abwechslungsreicher als am Vortag und forderte die Schneeschuhfans doch etwas mehr. Der 40 ° steile Hang in eine Scharte, mit Schneeschuhen begangen, und der teilweise sehr schmale Grat zum 3228 m Gipfel, für den wir unsere Steigeisen anlegten, verlangten volle Konzentration. Was will man mehr: warme Sonne, kein Wind geschweige Sturm, tolle Aussicht, wilde verschneite Berge und nette Gleichgesinnte!

Vorsichtig ging es wieder hinunter zu unserem Rucksackdepot, wo wir uns Wurst und Käse, Tee und Bier schmecken ließen. Auch der Abstieg im nordseitigen Pulverschnee war ein Highlight, erst weiter unten wurde der Schnee sulzig und anstrengend. Nach einer sonnigen Mittagspause machten wir uns schließlich mit einem großen Rucksack voller Erlebnisse auf den Weg ins Tal.

Karl Meier

Föhnsturm und schöne Hütte  
Schneeschuhbergtour in die Tuxer Alpen vom 17. - 18. März 2012

Unterkunft: Meißner Haus (1720 m), DAV, Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 10, davon 2 Nichtmitglieder

Die Wettervorhersage erzeugte Euphorie unter den Teilnehmern, als bei herrlichem Sonnenschein, ganz ungewöhnlich bei unserem bisherigen Wetterpech, von Mühltal aus der Aufstieg zur Hütte begonnen wurde. Ob das Wetter die Versprechen auch würde halten können? Bald erreichten wir die zünftige Hütte und die freundlichen Wirtsleute quartierten uns sehr zufriedenstellend ein. Nach einer kurzen Mittagspause marschierten wir über von der Sonne aufgeweichte Südhänge Richtung Viggarspitze (2307 m). Zuletzt war ein steiler Hang zu bewältigen, bevor wir auf den Kamm, der zum Gipfel führte, gelangten. Dort erwartete uns aber ein derart heftiger Föhnsturm, dass wir den kurzen Weiterweg zum Gipfel abbrachen. Der Sturm hätte uns vom Grat geblasen. Der Abstieg wurde mit lustigen Rutschpartien gewürzt, so dass sich die Enttäuschung über den verpassten Gipfel in Grenzen hielt.

Nach einem netten Hüttenabend begannen wir frühzeitig mit dem Aufstieg zum Morgenkogel (2607 m). Der Hüttenwirt hatte uns schlechteres Wetter und starken Föhnsturm angekündigt, was aber unseren Tatendrang nicht bändigen konnte. Als wir aber aus der Waldzone in freies Gelände kamen, packte uns der Sturm gewaltig und mancher dachte schon heimlich ans Umkehren. Dick vermummt kämpften wir uns gegen die Böen vorwärts und erreichten schließlich den sturmumtosten Gipfel. Die Aussicht war bescheiden und an eine Gipfelbrotzeit war nicht zu denken. Diese holten wir dann in einer geschützten Mulde weiter unten nach. Auf der Hütte wurden dann die unterschiedlichen Erfahrungen mit Wind und Wetter ausgetauscht, für die einen war es eine wertvolle Erfahrung mit den Unbilden der Natur, für die anderen ein grenzwertiges Erlebnis.

Der Abstieg zu unseren Fahrzeugen verlief dann wieder in normalen Bahnen, aber ich bin mir sicher, dass dieser Kampf mit dem Sturm und mit sich selbst in Erinnerung bleiben wird.

Karl Meier

2. Sektions-Schitour - DAV Treuchtlingen
Am letzten Sonntag im Februar startet die "junge" DAV-Sektions-Schitourgruppe Treuchtlingen wieder früh ins Allgäu. Wie ein riesiger Magnet zieht uns fünf der leichte Schneefall im Tannheimer Tal und der frische Pulverschnee an. Unser Ziel ist der Ponten, sehr bekannt als gut erreichbarer und frequentierter Schiberg.

Allerdings führt in die unverspurten Hänge weder eine Liftanlage noch eine Seilbahn.

Wir beginnen den Aufstieg mit angeschnallten Schiern am Parkplatz in Schattwald über die Fußgängerbrücke. Steigen entlang des Baches im Stuibental auf dem Uferweg auf, bis wir zur Stuibenalpe in eine Höhe von 1403m.ü.M gelangen.

Nach einer kurzen Pause ziehen wir unsere Spur weiter durch das große nordseitige Güntlekar zwischen Ponten und Bschießer hinauf bis kurz unterhalb des Verbindungsgrats der beiden Gipfel.

Die prima Sicht nutzen wir für unsere erste Abfahrt. Alle sind wir total begeistert von den idealen Verhältnissen. So beschließen wir nach der Mittagsjause nochmals aufzufellen.

Unseren zweiten Aufstieg machen wir im Stuibental hoch zum Joch.

An dem Tag sind wir dort die ersten im Aufstieg und in der Abfahrt.

Dabei ist dies für manche der Teilnehmer eine ganz neue Erfahrung. Denn der weiße Schneeteppich liegt uns zu Füßen. Die einsame Winterlandschaft breitet sich fantastisch um uns aus.

Zurück am Parkplatz kommt die Begeisterung in uns hoch. Wir sind uns einig. Ein Schitag ohne Gipfel aber mit steilen Powderhängen und schneidigen Tiefschnee-Abfahrten ist ein Highlight im Schiwinter.

Treuchtlingen, 26.2.2012, Georg Gehring

Und wieder nicht normal..    
Schneeschuhtouren in den Dolomiten vom 18. - 21. Febr. 2012, Unterkunft: Lavarellahütte (2042 m) privat

Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 12, davon 11 Sektionsmitglieder, 1 DAV Immenstadt

Der erste Stau in Richtung Dolomiten war schon vor Oberau, der nächste in Mittenwald, da die Bundesstraße nach Scharnitz wegen Lawinengefahr gesperrt war und der Verkehr über die schmale Straße nach Leutasch umgeleitet wurde. Nach langer Zeit wurde auch diese Hürde geschafft, aber die nächste wartete schon auf der Brennerstrasse. Ein Lastzug brannte auf der Europabrücke und die Bundesstrasse schaffte den Andrang nicht, da nutzte auch der Geheimtip Ellenbogenstrasse nichts. Nach ca. 10 Stunden "Fahrt" waren wir dann endlich in Pederü, wo der Aufstieg zur Hütte bei herrlichem Abendlicht begann. Pünktlich zum Abendessen waren wir dann endlich oben, wo wir dann sehr gut verpflegt wurden. Elvira und Hermann hatten schon die erste Tour hinter sich, unsere war ja leider ausgefallen.

Auf dem Weg zur Pareispitze begleitete uns am nächsten Morgen anfangs noch die Sonne, was über die sehr geringe Schneehöhe etwas hinwegtröstete. Von den Schneemassen in den Nordalpen konnte Südtirol nur träumen. Den steilen südseitigen Schlußanstieg gingen wir ohne Schneeschuhe an, denn da musste man den Schnee suchen. Bald stießen wir aber auf Schwierigkeiten, denn der wenige Schnee war steinhart gefroren und hatte noch eine Eisauflage. Die Schuhe fanden keinen Halt und die Abrutschgefahr war sehr groß, so daß wir leider ca. 50 Höhenmeter vor dem 2794 m hohen Gipfel umkehren mussten. Inzwischen hatten graue Wolken Himmel und Berge verhüllt, ein Blick in die grandiose Gipfelwelt war uns nicht vergönnt. Der Abstieg ließ die Nerven nochmals flattern, als Barbara und Günter eine unfreiwillige Rutschpartie auf steilem Eis machten. Ein paar Schrammen und blaue Flecken waren das Ergebnis. Kaum waren wir wieder in der Hütte zurück, begann es leicht zu schneien. Für eine mögliche Lawinenübung fehlte den meisten die Lust und einige verzogen sich lieber in die heiße Sauna (welch ein Luxus!).

Der Rosenmontag empfing uns mit ca. 15 - 20 cm Neuschnee, was im Prinzip nicht schlecht war, aber die Spuren zu unserem nächsten Ziel, dem Heiligkreuzkofel (2907 m), waren verdeckt. Da es weiterhin schneite war die Orientierung in dem unübersichtlichen Gelände nicht einfach, gut das Elvira und Hermann schon am Samstag hier unterwegs waren. Als nach 3 Stunden Gehzeit endlich der Gipfel gesichtet wurde, war einigen der zu erwartende Zeitaufwand zu groß, um die Spitze zu erreichen und kehrten deshalb um. Die Optimisten versuchten es trotzdem, mussten dann aber wegen der kritischen Verhältnisse und aus Zeitmangel auf der Kreuzkofelscharte (2633 m) ebenfalls umkehren. Auf der Hütte vereint, genossen wir gemeinsam die hervorragende Küche des Hauses.

Am Faschingsdienstag strahlte dann endlich die Sonne vom wolkenlosen Himmel, als wir zur Schildkröte (2459 m) aufbrachen. Der kleine Gipfel wird nicht so häufig bestiegen, deshalb mussten bzw. durften wir teilweise die Spur selbst legen. Ein schöner Ausblick auf die umliegenden Felsburgen belohnte die kurze Mühe, bevor es durch herrlichen Schnee zurück zur Hütte ging. Nach einer kurzen Pause zum Sonnen mussten wir von der gastfreundlichen Hütte Abschied nehmen. Auf Schneeschuhen bzw. Schlitten ging es dann zurück zu den Autos und ohne Stau in die Heimat.

Karl Meier

Thannheimer Tal      
Am Sonntag den 5.2.12 als auf den Balkan ein Meter Neuschnee fielen, in Palma de Mallorca die Palmen weiß beflockt waren und uns die Vorhersage -25°C auf den Allgäuer Gipfeln prophezeite, unternahmen wir die erste Sektions-Schitour im Jahr 2012 im Thannheimer Tal. Unser Ziel war der Kühgundkopf oberhalb von Schattwald.

Mit dabei waren Tina und Alex, Thilo, Wolfgang und Georg.

Bis zu unserem Losgehen am Parkplatz ließen wir der Sonne etwas Zeit beim "Aufstehen". Erst als sie hinterm Ponten hervorkam, unsere Aufstiegshänge bestrahlte und damit die Kälte vertrieb, stiegen wir entlang des Baches ins Stuibental ein. Schon nach kurzer Zeit bogen wir in eine kleine Waldpassage ab um oberhalb bereits in der Sonne zu stehen. Der pulvrige Schnee, die ungewohnten Tourenschier an den Füßen, Sonne und Kälte fühlten sich bei uns allen gut an. Wir wollten mehr davon. Nach 400 Höhenmetern machten wir die erste größere Pause und schauten uns von dort den breiten Gipfelhang an. Wohl wegen der Kälte waren an diesem Tag nicht viele Tourengänger unterwegs. Auf alle Fälle bot uns der Hang noch ausreichend Platz für unsere Schwünge im unverspurten Gelände. Neben Gipfelerfolg war auch das unsere Motivation weiter aufzusteigen. Lediglich der letzte Aufschwung zum Vorgipfel war die einzige anstrengende Passage. Dort im steilen Gelände war die abgeblasene und harte Oberfläche ungewohntes Terrain für die Teilnehmer.

Angekommen am Skidepot zogen wir rasch die Felle ab und bereiteten uns für die Abfahrt vor.

Denn der Wind war eisig und ließ nicht wirklich Gemütlichkeit zu.

Die Premiere, nämlich in "wildem" Gelände abzufahren, bestanden unsere Neulinge prächtig.

Jeder von uns hatte großen Spass und eine rasante Abfahrt zurück ins Stuibental.

An den Autos angelangt waren sich alle einig: der Tag war gelungen, bei der nächsten Gelegenheit ziehen wir wieder los.

Damit hat sich wohl nach langen Jahren der Abstinenz eine "junge" Anhängerschar an Schitourgehern innerhalb der Sektion Treuchtlingen gefunden.

Georg Gehring

Das nächste Extrem  
Schneeschuhbergwanderung in den Lechtaler Alpen vom 3. - 5. Febr. 2012

Unterkunft: Pension Alpengruß in Heiterwang, Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 12, davon 10 Sektionsmitglieder, 1 DAV Gunzenhausen, 1 DAV Nürnberg

Der Wetterbericht prophezeite eine Kaltfront aus dem Osten und wir ahnten schon das nächste Extrem, nachdem die ersten zwei Schneeschuhfahrten mit Schneemassen und orkanartigem Sturm aufwarten konnten. Die Vorhut aus drei hoffnungsvollen Schneeschuhbergsteigern fuhr schon morgens nach Heiterwang und weiter zum Ausgangspunkt Mitteregg, wo der Aufstieg zum 2052 m hohen Joch bei -17 °C begonnen wurde. Erstaunlich wenige Skispuren wiesen uns den Weg nach oben. Bald wussten wir warum: gewaltige Lawinenabgänge und Risse in der Schneedecke, die noch vom Regen vor 2 Wochen herrührten, schreckten wohl die meisten ab. Durch den starken Frost war die Lawinengefahr aber erheblich gesunken und wir konnten ohne Bedenken den Aufstieg wagen. Über Almwiesen und später auf einem langen Rücken, der erst zum Schluß hart und steil wurde, erreichten wir bei Sonnenschein und erträglichen Temperaturen den aussichtsreichen Gipfel. Nach einer kurzen Brotzeitpause ging es dann rasant durch herrlichen tiefen Pulverschnee nach unten. Unser Neuling Edi war begeistert.

In unserer schönen Pension quartierten wir uns dann ein und warteten auf unsere Nachzügler, die nach und nach eintrafen.

Am nächsten Morgen gab´s dann eine sehr unangenehme Bescherung. Einige Dieselfahrzeuge verweigerten das Starten wegen versulzen des Kraftstoffs oder schwacher Batterien, kein Wunder, denn es hatte nachts nicht weniger als -34 °C und um 8 Uhr noch -27 °C. Nach dreistündigen Bemühungen und der Hilfe Einheimischer war die nötige Autoanzahl startbereit, um 11 Wagemutige zum Schneeschuhbergwandern zu bringen. Günter zog es vor, bei seinem Benz zu bleiben und ihn ebenfalls zum Laufen zu bringen. Wegen der fortgeschrittenen Zeit kam die geplante Tour zur Hint. Steinkarspitze nicht mehr in Frage, so dass wir schließlich zum zweiten Mal das Joch in Angriff nahmen. Neun waren ja noch nicht oben. Heute waren die Temperaturen aber deutlich unangenehmer und das Durchhaltevermögen und die Leidensfähigkeit wesentlich mehr gefragt. Schließlich waren dann aber alle elf oben und konnten bei kalter Sonne das herrliche Panorama und den heißen Tee genießen. Unsere Neulinge schlugen sich beim Abstieg prächtig und hatten viel Spaß dabei. Da die Ausrüstung für diese extremen Temperaturen nicht bei allen optimal war und das Kälteempfinden bei jedem unterschiedlich ist, wurde selbstverständlich kameradschaftlich ausgeholfen und alle erreichten zwar ausgefroren aber ohne Schäden die unterkühlten Fahrzeuge.

Nach einer heißen Dusche in der Pension machten wir uns auf den Weg zum Sunnawirt, den Edi tags zuvor ausgekundschaftet hatte. Nach einem prima Essen folgte ein toller Abend mit viel Musik, die ein Quetschenspieler, der Wirt und der zur Hochform auflaufende Edi produzierten. Auch einige von uns durften mal die Teufelsgeige ausprobieren und sich an diversen Kleininstrumenten versuchen. Kurz: es war ein sehr stimmungsvoller und lustiger Abend.

Am nächsten Morgen war es nicht mehr ganz so kalt, aber es reichte zur Einsicht, dass eine längere Tour unter diesen Bedingungen nicht mehr sinnvoll war. Fünf Bergfreunde hatten gänzlich die Nase verständlicherweise voll und fuhren gleich in wärmere Gefilde, während der Rest sich auf den Aufstieg zum Pürschling machte. Durch traumhaft tief verschneite Wälder ging es gemütlich hoch zur überfüllten Hütte, wo wir uns äußerlich und innerlich aufwärmen konnten. Dann ging es gerade abwärts durch herrlichen Pulverschnee zu unseren Fahrzeugen, die uns diesmal nicht im Stich ließen. Ein recht abenteuerliches Wochenende fand einen versöhnlichen Abschluß.

Karl Meier

Schon wieder Schnee....!  
Schneeschuhbergwanderung Kitzbüheler Alpen vom 20. - 22. Jan. 2012

Unterkunft: Gasthaus Gassnerwirt in Radfeld bei Wattens, Leiter: Karl Meier

Teilnehmer: 16, davon 12 Sektionsmitglieder, 2 DAV Dinkelsbühl, 1 DAV Eichstätt, 1 NM

Bei dichtem Schneetreiben startete die 7-köpfige Vorhut in Richtung Sachrang, wo die Flocken immer feuchter wurden. In einer kleinen Hütte wurde bei heißen Getränken beratschlagt, ob der geplante Aufstieg zum Spitzstein Sinn machte. Wir wären in kurzer Zeit tropf naß geworden, deshalb wurde die kulturelle Alternative - Besuch der Festung Kufstein - vorgezogen. So besichtigten wir einige Museen und genossen die mehr oder weniger gute Aussicht auf Kufstein, denn von Bergen war nichts zu sehen. Dann bezogen wir unsere Zimmer beim Gassnerwirt und warteten auf die Kameraden, die nach und nach eintrafen.

Nachdem es die ganze Nacht durchgeschneit hatte, wurde es etwas heller und die Motivation stieg merklich. Die Autos wurden freigeschaufelt und ganz ohne Schneeketten schafften wir die Fahrt ins Alpbachtal bis Inneralpbach, wo sich außer uns noch jede Menge Skitouristen auf den Weg zum Schatzberg machten. Durch tiefen Schnee ging es die steile Spur stetig aufwärts und bald begann es wieder zu schneien. Zu sehen gab es nicht viel, denn das Schneetreiben schränkte die Sicht fast auf Null ein. Mit zunehmender Höhe steigerte sich der Wind noch zusätzlich und nahm dann auf dem Gipfel (1902 m) Sturmstärke an. Der Wind (geschätzte min. 100 km/h) jagte uns aufgewirbelte Eiskristalle und neue Schneeflocken ins Gesicht, so dass wir schnell wieder in niedrigere Gefilde flüchteten. Unter dem Dach einer Almhütte fanden wir etwas geschützten Platz zu einer kurzen Brotzeit, ehe es durch tiefen Pulverschnee zurück zu den Autos ging. Müde und ausgefroren packten wir dann alle Sachen ein und erwärmten uns in unserer Unterkunft.

Die ganze Nacht durch hat es geregnet und die schöne weiße Pracht auf den Bäumen war dahin. Nach einem Anruf beim alpinen Wetterbericht war klar: Regen bis über 2500 m, Temperatur auf 2000 m 4 - 6 °C und durchnässter tiefer Schnee. Damit macht das Schneeschuhbergwandern keine Freude. Deshalb wurde nach ausführlichem Meinungsaustausch einstimmig beschlossen, keine Tour mehr durchzuführen. Die Autobesatzungen konnten selbst entscheiden, was sie mit dem verregneten Tag anfangen wollten: Heimfahrt, Wellness, Kultur usw. Schade, dass die Fahrt so enden musste, aber wenn das Wetter nicht so will wie es soll, kann man nichts dagegen tun.

Karl Meier

Schnee, Schnee, Schnee        
Schneeschuhbergwanderungen am Spitzingsee/Bayr. Voralpen vom 5. - 8. Jan. 2012

Unterkunft: Weißenburger Hütte (1060 m), Selbstversorgerhütte DAV WUG, Leiter: Karl Meier

Teilnehmer: 13, davon 11 Sektionsmitglieder, 2 DAV Gunzenhausen, 1 NM

Der Wetterbericht prophezeite nichts Gutes, aber wir dachten, dass es schon nicht so schlimm werden würde. Durch grüne Landschaften fuhren wir Richtung Spitzingsee, aber am Spitzingsattel empfing uns eine weiße Welt. Auf dem Parkplatz deponierten wir unsere Autos und dann wanderten wir im stürmischen Schneetreiben um den Spitzingsee herum zur Oberen Firstalm (1370 m), wo wir einkehrten und uns aufwärmten. Draußen erwarteten uns dann wieder wilde Sturmböen auf dem Weg zurück. Klatschnass erreichten wir unsere Fahrzeuge, denn der Schnee war immer nasser geworden. Jürgen öffnete die Schranken, damit wir unser Gepäck zur Hütte transportieren konnten. Auf der tief verschneiten, sehr romantisch an einem Bach gelegenen Weißenburger Hütte, einer sektionseigenen Selbstversorgerhütte unserer Nachbarsektion, quartierten wir uns ein und machten uns mit den Gegebenheiten, z.B. dem Plumsklo, vertraut. Nach und nach trafen dann auch die Nachzügler, die erst später anfahren konnten, ein und alle verbrachten einen netten Abend am warmen Kachelofen.

Die ganze Nacht durch hatte es geschneit und so stapfte die ganze Mannschaft durch Neuschnee Richtung Jägerkamp. Bald wurde es aber jedem klar, dass wir unser Ziel wohl nicht erreichen würden. Dauerschneefall, wenig Sicht und extremer Sturm ließen die Gipfelambitionen auf Null fallen. Alle waren schließlich froh, in der warmen Schönfeldhütte (1410 m) Unterschlupf gefunden zu haben. Danach ging es lustig im Tiefschnee die ungewalzte Taubensteinpiste hinunter. Unsere Neulinge hatten es bald heraus, wie man die steilen Hänge am besten hinunter kommt und so hatten schließlich doch noch alle ihren Spaß.

Am Abend begann das gemeinsame Kochen mit dem Ziel Nudeln mit Ragout, das dank unserer versierten Damen zum vollen Erfolg wurde. Ein weiterer (Lach)Erfolg wurde Jürgens Spiel "Schweinerei", bei dem kleine Schweine als Würfel verwendet wurden, während draußen Frau Holle weiter ihre Betten schüttelte.

Am nächsten Morgen wagte sich mal kurz die Sonne hervor, so daß wir beschlossen, über den Stümpfling zum Rosskopf (1580 m) aufzusteigen. Am Rande der Piste, wo wir als richtige Exoten bestaunt wurden, stapften wir mit viel Pausen hoch. Auf dem Gipfel empfing uns aber schon wieder heftiger Wind, der uns zum baldigen Aufbruch trieb. Über die steile Ostflanke ging es dann im tiefen Pulver mit Hallo hinunter zum Grünsee und weiter ins Tal. Auch die Neulinge hatten ihren Spaß daran, obwohl doch mancher neidischer Blick den Skitouristen folgte. Auf der Hütte warteten schon Kaffe und Tee und der tolle Kuchen von Moni.

Am Ende einer romantischen Schneeschuhwanderung durch tief verschneiten Wald bei dichtem Schneetreiben und im Schein unserer Stirnlampen erreichten wir die Albert-Link-Hütte, wo wir prima zu Abend aßen. Auf dem Heimweg wurden wir dann noch naß, denn die Flocken wurden zunehmend feucht.

Als es am Morgen immer noch schneite, verzichteten wir auf eine weitere Wanderung und gruben unsere Fahrzeuge aus, die bis zum Dach eingeschneit waren. Ein gründlicher Hüttendienst brachte "unsere" Hütte wieder auf Vordermann, auf der es uns sehr gut gefallen hat. Ein Dankeschön gebührt unserer Nachbarsektion für die Überlassung der heimeligen Hütte und Jürgen für sein Engagement. Vielleicht dürfen wir auch mal wieder Gast auf der Hütte sein!

Karl Meier

Winterraum und Karstgebirge  
Winterraumtour ins Tennengebirge vom 14. - 16. Okt. 2011,Unterkunft: Winterraum der Laufener Hütte (1725 m), DAV

Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 3, alles Sektionsmitglieder

Das schöne Herbstwetter konnte leider nur 3 Bergromantiker vom Sofa locken, die die schöne Tour sicher nicht bereut haben. Jürgen stellte sein Auto und sich selbst als Fahrer zur Verfügung, alle gemeinsam erreichten wir bei eintretender Dunkelheit wohlbehalten Abtenau und den Parkplatz an der Karalm. Mit schwerem Rucksack und im Licht unserer Stirnlampen ging es dann zuerst im Wald und dann über Schutt und Steinplatten mäßig steil nach oben. Alle waren froh als uns nach 3 Stunden das Licht der Laufener Hütte empfing. Der Hüttenarbeitsdienst saß gemütlich zusammen und machte Platz für uns. Die Hütte wurde übers Wochenende winterfest gemacht. Den sehr geräumigen Winterraum hatten wir ganz allein für uns.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Bleikogel (2412 m), der über die eigentümliche Karsthochfläche mit viel auf und ab führte. Hart gefrorene Schneefelder erleichterten manchmal den dreistündigen Aufstieg zum zweithöchsten Gipfel des Tennengebirges. Das tolle Herbstwetter bescherte uns dann herrliche Ausblicke auf die Voralpen, das Dachsteinmassiv und die Tauern. Der Abstieg auf gleichem Weg wurde richtig genossen mit ausgiebigen Pausen zum Sonnen. Am Abend gab´s dann Suppe und Würstchen und später hoch geschleppten Wein.

Beim Aufstieg zum Hochkarfelderkopf (2219 m) am nächsten Morgen lachte wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Die Überschreitung der 3 Kuppen des Berges wurde zum reinen Vergnügen und die ausgiebige Rast unter dem Kreuz zu einer Gipfelschau. Zurück an der Hütte wurden schnell die Rucksäcke gepackt und ab ging´s ins Tal. Die vielen glitschigen Wurzeln störten uns nur vorübergehend, denn wir hatten ja viele neue Erlebnisse in unseren Köpfen.

Karl Meier

Bergtour der besonderen Art    
Angekündigt war sie im Mitteilungsblatt unter der Nummer 23: Sportklettersteig/ Paragliding.

Walter Pfahler organisierte für seine Tourenmitglieder lange vor der eigentlichen Tour Tandemflüge über Tandem Austria und das Internet. Lange genug überlegte ich, wie das wohl sein könnte, aber ich muss ja nicht fliegen, spendete ich mir Trost!

Also machte ich mich auf den Weg ins Zillertal am 19.08.2011 mit 11 weiteren Kletter- und Flugfreunden. In Hainzenberg, einem kleinen Ort oberhalb von Mayrhofen, quartierten wir uns in zwei Privatpensionen ein, direkt unterhalb unserer Tour für den nächsten Tag. Gewitterwolken und anfängliche Schwierigkeiten bei der Zimmerverteilung konnten uns nicht aus der Ruhe bringen und so waren wir pünktlich bei strahlendem Sonnenschein (Welch eine Seltenheit in diesem Hochsommer!) an der Gerlosseilbahn auf dem Weg zum ersten Klettersteig C+ an der Gerlossteinwand , den allerdings ausschließlich die 6 Männer mit mir als einziger Frau erklettern wollten. Anfängliche Sorgen wegen der Schwierigkeit der Tour zerschlugen sich bald und alle konnten diese neue Tour richtig genießen.

Lunte gerochen, noch ein Klettersteig musste her! In Mayrhofen ist ein neues Klettersteigzentrum errichtet worden, dem wollten wir noch eine Tour abringen. Inzwischen war der Sonnenstand auf Westen gewandert, also blieb uns nur die Besteigung einer der drei Klettersteige bei sengender Hitze. Die Pfeilspitzwand D- forderte uns deutlich mehr und förderte den grenzenlosen Durst, der bei fast allen erst am Ausstieg in der schönen Gaststätte gestillt werden konnte. Querungen, Steilanstiege, erdiges Gelände, Überhänge, sogar eine kleine "Liebeslaube" mit Bank und eine stattliche Länge hatte unser aller Kletterlust völlig befriedigt.

Nur noch gemeinsames Abendessen und gemütliches Zusammensitzen in unserer Pension, dessen Wirtin Treuchtlingen und den Wettelsheimer Keller kannte!

Nächster Tag: Die Unersättlichen wollten unbedingt noch die schwerste Tour an der Pfeilspitzwand erklimmen, D+, eine andere Gruppe wollte es ein wenig gemütlicher mit Bummeln und Eis-Essen und die "Mädels" waren bereits am Flugort, wo wir alle wieder zusammentrafen und auf unseren Flug warteten. Während die einen vor Begeisterung nur so sprühten, wurde ich deutlich stiller, als wir mit der Seilbahn zum Penkenjoch hochfuhren. Nach langer Wartezeit hatte meine Angst ein Ende: mit dem erfahrendsten Piloten Gisbert, bewegte ich mich gigantisch frei und doch sicher hinunter ins Tal.

Ein gelungenes und abwechslungsreiches Wochenende ging zu Ende für Gleitschirmgierige und Kletterhungrige

I. Reichardt

Jubiläumsgrat - Königstour der bayerischen Alpen
Bestes Wetter hatten FÜL Jürgen Seel und FÜL Engelbert Seider für die 2tägige Hochgebirgstour im Wettersteinmassiv bestellt, als es am Samstag früh, den 24. September, noch bei Dunkelheit vom Parkplatz in Hammersbach mit 4 Teilnehmern Richtung Höllental ging. Schnell hatte man die Klamm erreicht und genoss die vielfältigen Anblicke des herabstürzenden Wassers.

An der Höllentalangerhütte vorbei führte der Weg zum "Brett", wo Gurte angelegt und die luftigen Klettersteigpassagen problemlos bewältigt wurden. Den kleinen Höllentalgletscher, der eine frische weiße Schneeschicht trug, meisterten wir mit Steigeisen und in Seilschaften. Der Einstieg zum Gipfelklettersteig erwies sich als Nadelöhr, weil hier viele Bergsteiger an ihre Leistungsgrenze stießen und dadurch einen Stau verursachten. Wir meisterten nach einiger Wartezeit die Stelle souverän und kamen schließlich bereits am frühen Nachmittag auf dem Zugspitzgipfel an.

Nun mischten wir uns unter die Massen von "Seilbahntouristen" und checkten im Münchner Haus für die Nacht ein.

Frühzeitig, dafür aber ohne Frühstück, brachen wir am nächsten Tag noch bei Dunkelheit auf in Richtung Alpspitze. Harry fühlte sich allerdings nicht gut und beschloss, mit der Seilbahn abzufahren und uns an der Alpspitze zu erwarten.

Die ersten Passagen des stets ausgesetzten Grates bewältigten wir zunächst mit Steigeisen, da leicht gefrorener Schnee den Weg rutschig machte. Schon bald ging es auch ohne. Michael, Robert und Sammy zeigten sich äußerst trittsicher, so dass nur an wenigen Stellen ein Fixseil zur Absicherung angebracht werden musste. Zudem waren viele Passagen auch mit Drahtseil versichert. Wir kamen daher gut voran. Die stets anstrengende Tour forderte aber viel Kraft, so dass das letzte Gratstück hinauf zur Alpspitze für manchen schier nicht enden wollte. So waren die Teilnehmer glücklich und stolz, als man unter dem Gipfelkreuz der Alpspitze eine letzte verdiente Rast einlegte und dabei der Flugkunst der frechen und immer hungrigen Dohlen zusehen konnte.

Die Via Ferrata leitete uns hinab zum Osterfelderkopf und von dort war es mit der Seilbahn ein Katzensprung bis ins Tal, wo wir wieder auf Harry trafen, der die Alpspitze erklommen, aber am Gipfel nicht auf uns gewartet hatte.

Ein beeindruckendes Bergerlebnis im Kopf und vor allem auch in den Beinen, machten wir uns dann auf die Heimfahrt.

Als Übungsleiter resümierten Jürgen und ich, dass eine Tour dieser Schwierigkeit und Länge mit mehreren Gästen nicht von einem FÜL sicher geführt werden kann.

Engelbert Seider

Schwarzenberger Hütte
Wochenende mit Hüttenübernachtung 16./17. Juli 2011 (Familiengruppe)

Teilnehmer: 5 Erwachsene; 6 Kinder (3 Nichtmitglieder)

Am Samstagmorgen trafen wir uns bei schönstem Wetter auf einem Parkplatz an der B2. Wir, das waren 3 Familien mit insgesamt 6 Kindern und einem Hund. Das Wetter war seit einigen Tagen schon sehr wechselhaft und auch für unser Wanderwochenende war leider nur durchwachsenes Wetter vorhergesagt. Aber wir starteten erst einmal bei strahlendem Sonnenschein, fuhren nach Hinterstein bei Bad Hindelang und stellten dort unser Auto ab. Offensichtlich waren wir nicht allein in den Bergen, alle Parkplätze waren schon belegt und wir mussten ganz schön suchen, damit wir noch einen freien Platz für unsere Autos ohne Abschlepp-oder Strafzettelmöglichkeit gefunden haben.

Letztendlich wanderten wir gutgelaunt den Weg in Richtung Giebelhaus entlang. Bei bestem Wetter hatten wir gute Sicht auf die umliegenden Berge und die Kinder genossen jede Pause an einem kleinen Bach oder hielten die Füße in die Ostrach. Kurz nach der Hubertuskapelle wanderten wir dann steil bergauf zu unserem Ziel, der Schwarzenberger Hütte. Oben angekommen, löschten wir erst einmal unseren Durst und bezogen dann bald unser Matratzenlager. Nach einer ausgiebigen Brotzeit ließen wir den Tag gemütlich mit Alpenpanorama bei Sonnenuntergang ausklingen.

Am Sonntagmorgen waren wir schon 8 Uhr startklar. Alle waren (noch) bestens gelaunt und auch die Sonne spielte zu unserer Überraschung immer noch mit. Unser Weg sollte uns erst einmal steil nach oben zum Engeratsgrundsee führen und dann über das Türle in langem Abstieg wieder zurück nach Hinterstein. Unterwegs sahen wir Murmeltiere und die Kinder badeten sogar im See. Dann zogen allerdings dunkle Wolken auf und wir mussten uns talabwärts ziemlich beeilen. Trotzdem wurden wir von einem sehr kräftigen Regenguss erwischt und mussten uns zum Abschluss in einem Café erst einmal trocknen und aufwärmen. Alle waren recht geschafft, auch wenn die Gründe dafür sehr unterschiedlich waren. Die Wanderer mit den kürzesten Beinen waren jedenfalls nicht unbedingt am müdesten. Selbst der Hund hat erst einmal ausgiebig geschlafen. Aber schön war die Tour auf jeden Fall und wir werden nächstes Jahr solch einen Ausflug sicherlich wiederholen.

Elke Conrad

 

Kappadokien - Schluchtwanderungen und mehr (zb. Fass mich net oh)
Exotische Wanderungen in Anatolien /Türkei vom 27. Aug. - 3 Sept. 2011

Unterkunft: Pension "Position Uchisar" in Uchisar, Leiter: Karl Meier

Teilnehmer: 15, davon 14 Sektionsmitglieder, 1 DAV Weißenburg

Am Freitag, den 26.08. um 20:30 ging es los. 13 Personen machten sich auf den Weg nach Kappadokien.

Früh am nächsten Morgen kamen wir unglaublich müde, aber neugierig in Uchisar unserem Hauptquartier an. Wir staunten nicht schlecht. Unsere Gastgeberin, Almut Wegner, eine Künstlerin (Malerin, Regisseurin) hat ein richtig "einheimisches" Haus. Es liegt an der schönsten Stelle von Uçhisar. Direkt vor der Tür beginnen die Täler und frühchristlichen Kirchenanlagen von Kappadokien. Es gibt Zimmer über und unter der Erde. Die Zimmer sind gemeisselt und mit Naturstein gemauert, mit Arkadengewölben, Kaminen und einer tollen Aussicht, jedes sieht anders aus, ist kunterbunt und hat einen eigenen Eingang irgendwo am Haus. Anfangs hatten wir Probleme, unsere Zimmer wieder zu finden.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg um den Ort Uchisar zu erkunden. Es gab so viel zu bestaunen, dass wir vergessen hatten müde zu sein.

Uchisar schmiegt sich an einen Burgfels, der wie ein durchlöcherter Emmentaler aussieht. Um den Burgfelsen, ein majestätischer Brocken von 60m Höhe, klammern sich alte Häuschen herum, teilweise bewohnt, teilweise verfallene Ruinen, sehr malerisch und romantisch. Der nicht sehr beschwerliche Aufstieg auf den Burgberg hat uns mit einer fantastischen Aussicht auf Kappadokien belohnt. Die Feenkamine unterhalb von Uchisar sind teilweise noch bewohnt.

Den Abend haben wir nach einem super Abendessen bald beendet, der lange Flug hat uns doch recht geschafft.

Am ersten Tag unseres Kultur- und Wanderurlaubs stand das "Liebestal" auf dem Plan. Bei wunderschönem Wetter wanderten wir in aller Frühe los. Das leicht abfallende Tal fängt ganz harmlos mit sanften Tuffsteinformationen an. Wir trauten kaum unseren Augen, plötzlich hinter einer Kurve tauchten die mächtigen phallusartigen (na ja, man könnte auch pilzförmig sagen) Feenkamine (Felstürme) auf, welche dem Liebestal seinen Namen gaben.

In Cavusin verbrachten wir eine wohlverdiente Mittagspause. Kinderschreck Arthur war voll in seinem Element, er hat nur leider nicht bedacht, dass türkische Kleinkinder einen anderen Humor haben als mittelfränkische, sie sind halt sensibler.

Nachdem wir uns ausgeruht hatten, machten wir uns auf den Weg ins Pasabagi-Tal. Das Pasabagi-Tal hat die imposantesten und höchsten Feenkamine. Riesen, teilweise zusammengewachsen zu Zwillingen und Drillingen stehen in der Landschaft. Einige von ihnen wurden schon vor hunderten von Jahren ausgehöhlt und als Mönchszellen, mehrstöckige Wohnungen, Kapellen und Grabkammern verwendet.

Am nächsten Tag ließen wir uns von einem Dolmus zum "Panoramic View Point", dem Einstiegspunkt ins Rote Tal bringen. Gigantisch, der Abstieg ins Tal, es ging durch Schluchten, Steintore und, Felsspalten. Wir schauten uns die "Weiße Kirche" an, sie ist in den Fels reingeschlagen, wunderschön mit Bögen und Säulen, einfach sehenswert. An das Rote Tal schließt sich das Rosental an, das wegen seiner rosafarbenen Steine so genannt wird. Auch im Rosental gibt es Felsenkirchen, die wir natürlich auch besuchten. So die Hacli Church, in dieser Kirche sind sogar noch ein großer Teil der Wandmalereien vorhanden, dann gibt es noch die Ayvali Kilise (Kirche mit den Quitten) eine Doppelkirche mit Hauptkirche und Seitenkapelle, deren Wandmalereien aber nicht so gut erhalten waren. Unterwegs konnten wir von den Aprikosen, Weintrauben, Zwetschgen und Äpfel naschen die im Tal wachsen, Kürbisse gab es auch, aber die waren uns zu groß. Mittags kehrten wir wieder in Cavusin ein und anschließend ging es in das alte Dorf Cavusin. Dieses stürzte im Jahr 1963 ein. In den Ruinen des alten Dorfes kann man stöbern und die erodierten Feenkamine sehen. Wir haben über den durchlöcherten Felsen oberhalb des Ortes gestaunt und über die verlassene Moschee, die in den Stein gehauen wurde. Bis in die siebziger Jahre hinein lebten in manchen Höhlen noch Menschen. Über einen anderen Weg gingen wir wieder zurück durch das Rote Tal zur Aussichtsplattform von wo aus wir einen gigantischen Sonnenuntergang erlebten. Während die Sonne untergeht, erscheinen die Felsen in verschiedenen Rottönungen, unterschiedlich je nach Jahreszeit.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis ließen wir uns von unserem Dolmus abholen.

Auch an unserem dritten Tag machten wir uns in aller Frühe auf den Weg, diesmal ins Taubental. Das Taubental trägt seinen Namen zu Recht. In den alten Höhlen, die teilweise schon vor hunderten von Jahren von außen zugemauert wurden, nisten viele Tauben. Das Tal mit seinen bizarren Felsformationen erinnert an eine Mondlandschaft. Die Mittagsrast fand in Göreme statt. Im Anschluss besuchten wir das Göreme-Open Air Museum (Unesco-Weltkulturerbe), bewunderten die aus dem Tufffelsen geschlagenen Höhlenkirchen mit wertvollen Wandmalereien.

Aus dem vierten Tag unserer Reise machten wir einen Entspannungstag. Begonnen hat er in der Früh um 5 Uhr, zumindest für die meisten von uns. Wir wurden für unsere Heißluftballonfahrt mit dem Bus abgeholt. Aufgeregt und gespannt harrten wir der Dinge die da kommen sollten. Wir haben zugesehen, wie die Ballons mit Heißluft gefüllt wurden, dann wurden wir in den Korb gehievt und es ging los. Herrlich. Ein Sonnenaufgang im Ballon. Wir sind tief in die Schluchten der Täler hinein gefahren, dann wieder hoch über die verschiedenen Orte, es war traumhaft schön. Nach unserer Ballonfahrt haben wir natürlich eine Urkunde und ein Glas Sekt erhalten. Dann ging es heimwärts zum Frühstücken zu Almut. Danach hat sich die Gruppe geteilt, ein Teil wollte nach Nevsehir zum Bummeln (leider war Bayram und die meisten Geschäfte geschlossen), die anderen wollten in den Hamam. Das war auch ein sehr interessantes, entspannendes Erlebnis, so ein echter türkischer Hamam. Nachdem die beiden Gruppen sich wieder getroffen hatten, wurde noch eine Moschee in Nevsehir besichtigt und dann fuhren wir mit dem öffentlichen Bus wieder zurück nach Uchisar.

Die Ihlara Schlucht war das Ziel des nächsten Tages. Wir ließen uns von einem Dolmus abholen. Unterwegs machten wir an einer alten Karawanserei halt und besichtigten diese bevor wir in die Schlucht hinein gingen. Inmitten der kargen Landschaft öffnet sich das Ihlara Tal, das einem wasserreichen Garten ähnelt. In der tiefen Schlucht, die jahrhundertelang einsiedlerischen Mönchen Zuflucht bot und auch als der 'Grand Canyon' der Türkei bezeichnet wird, wanderten wir im Schatten von Pappeln und Weiden den Melendiz-Fluss entlang. Im Anschluss an die Wanderung besichtigten wir noch eine unterirdische Stadt. Allerdings keine, die schon touristisch erschlossen ist. Unsere Besichtigung war recht abenteuerlich mit Stirnlampen, Klettern und allem was dazugehört.

Der letzte Tag unserer Reise führte uns ins Grüne Tal. Drohend hohe bizarre Felswände, Kugeln und Kegel, tief gefräste Rillen und Felswände, die sich bedrohlich neigen und irgendwie doch standhalten. Mitten drin viele Birken, unendlich viele Blumen und Pflanzen. Ein Traum, so richtig zum Genießen.

Am Samstag ging es dann wieder in aller Frühe auf die Heimreise.

Kappdokien kann man mit Worten nicht beschreiben auch die Bilder werden der Landschaft und den Farben nicht gerecht, Kappadokien ist ein Märchen.

Wir bedanken uns für dieses einmalige Erlebnis recht herzlich bei unserem Reiseleiter Karl, ebenfalls bedanken wir uns bei Almut Wegner, sie hat uns mit fantastischem Essen, vielen Tipps, die in keinem Reiseführer zu finden sind, verwöhnt.

Edith Heckel

Bilderimpressionen:

     

 

         

         

                   

     

Gipfelbiwak II

Gipfelbiwak auf der Reither Spitze (Karwendel) am 20./21. Aug. 2011

Unterkunft: Biwaksack, Leiter: Karl Meier, Teilnehmer: 4, davon 2 Sektionsmitglieder, 2 DAV Eichstätt

Nachdem das erste Gipfelbiwak so toll war und das Wetter ein zweites Mal mitspielte, wurde ein neues Ziel für das Abenteuer Gipfelbiwak ausgesucht und die Interessenten verständigt. 4 Romantiker wollten schließlich auf der Stempeljochspitze dabei sein. Aber das Wetter wollte es indirekt anders: die Mautstraße ins Halltal wurde von einer von einem Gewitter verursachten Mure verschüttet. Damit wäre ein Aufstieg viel zu lang geworden. Nun musste schnell ein neues Ziel gefunden werden, das unsere Kriterien (Liegeplatz für 4 Personen, 3 - 4 Std. Aufstieg) erfüllte. Karl wühlte in seinen Erinnerungen und wurde schließlich fündig: die Reither Spitze 2375 m. Von Reith aus ging es dann schwerbepackt durch schattigen Wald Richtung Nördlinger Hütte, die dann nach ca. 3,5 Std. erreicht wurde. Nachdem der vergossene Schweiß wieder ersetzt war, war das letzte Stück zum Gipfel kein Problem mehr. Über 1200 Hm waren geschafft, aber wo waren die schönen Lagerplätze aus Karls Gedächtnis? Der Gipfel war klein und abschüssig und ganz anders als in den Erinnerungen. Aber schließlich fand doch jeder einen Platz für seinen Schlafsack. Es blieb noch Zeit für eine Brotzeit bevor die untergehende Sonne den Himmel und die umliegenden Berge mit ihrem Farbenspiel verzauberte. Als das letzte Licht verblasst war und die tief unten im Inntal schlafenden Orte ihre Beleuchtung schon längst eingeschaltet hatten, verzogen sich die Vier in ihre Biwaksäcke.

Morgens um halb sechs war die Nacht zu Ende, denn das Spektakel des Farbenspiels beim Sonnenaufgang wollten sich alle doch nicht entgehen lassen. Alle hatten gut geschlafen, obwohl es in den Daunenschlafsäcken doch recht warm war, denn die Warmluft aus dem Süden sorgte nur für eine geringe nächtliche Abkühlung. Bald kamen die ersten Frühaufsteher von der Hütte herauf um an der Morgenstimmung teilzuhaben. Alle beneideten uns um unser kleines Abenteuer, das sie mit etwas mehr Mühe hätten auch haben können. Nach einem Frühstück mit Alpenpanoramablick wurden schließlich die sieben Sachen gepackt und der Weg nach unten wurde angetreten. Rechtzeitig zur Mittagszeit und zum 100-jährigen Jubiläum der Bergkapelle Reith traf man unten ein und nahm mit dem Verzehren eines Schnitzels an den Festlichkeiten teil. Auch wenn das Schnitzel etwas größer hätte ausfallen können - ein zünftiger Abschluß einer herrlichen Bergtour war es gewiss.

Karl Meier

Etwas für die Seele  
Gipfelbiwak auf dem Gilfert (Tuxer Alpen) am 13./14. Aug. 2011

Unterkunft: Biwaksack, Leiter: Karl Meier,Teilnehmer: 3, alle Sektionsmitglieder

Lange haben wir in diesem verregneten Sommer auf günstiges Wetter gewartet, aber dann war es da. Kurz entschlossen wurden die interessierten Bergfreunde angemailt; und es fanden sich drei, die dieses kleine Abenteuer bestehen wollten. Die Abfahrts- und Aufstiegszeiten waren menschlich, denn wir wollten ja etwas fürs Gemüt tun und nicht für die Muskeln. Vom Loassattel auf 1675 m ging es recht gemütlich mit unseren schweren Rucksäcken immer auf einem aussichtreichen Rücken zuerst zum Kleinen und dann zum Großen Gamsstein (2142 m) und schließlich nach knapp 3 Stunden zum 2506 m hohen Gilfert. Der Gipfel mit seinem riesigen Kreuz war schlecht für einen Biwakplatz geeignet, aber wenige Minuten unterhalb bot sich eine ebene mit dickem Moos gepolsterte Fläche für einen Lagerplatz an. Nun wurde alles für die Übernachtung vorbereitet und für eine gute Unterlage nicht nur für unseren Rücken sondern auch für unseren Magen gesorgt. Vom zuerst von Nebelschwaden umwabberten Gipfel genossen wir bei einer guten Flasche Wein die grandiose Zeremonie eines farbenfrohen Sonnenuntergangs. Lustige Erlebnisse wurden erzählt und neue Pläne für die Zukunft geschmiedet. Schließlich wurde es dunkel und etwas frisch, so dass es uns in unseren Schlafsäcken besser gefiel. Mancher konnte so früh nicht einschlafen und auch der Vollmond, der das Bergpanorama fahl hell beleuchtete, trug nicht zu einem besseren Schlaf bei. Aber schließlich träumten und schnarchten alle einem herrlichen Morgen entgegen, der mit einem tollen Farbenspiel aufwartete. Im warmen Schlafsack wurde die ruhige Morgenstimmung genossen bis die Sonne zum Aufstehen ermunterte. Die wilden Karwendelberge schauten bei unserem Frühstück zu und die Sinne erfreuten sich nicht nur an der duftenden Wurst und der leckeren Marmelade. Schließlich packten wir unsere sieben Sachen zusammen und wanderten stressfrei wieder hinab zu unserem Startpunkt. Manche erstaunten Blicke und Worte von aufsteigenden Bergwanderern begleiteten uns nach unten und unsere Erklärung wurde uns nur wegen unseren bepackten Rucksäcken geglaubt. Die Tour fand schließlich einen gelungenen Abschluß im Berggasthaus Loas, wo riesige Schnitzel für allgemeines Wohlbefinden sorgten.

Karl Meier

Zu Besuch bei Dragan    
Hochtour in der Rieserfernergruppe vom 29. - 31. Juli 2011

Unterkunft: Barmer Hütte (2610 m), DAV,Leiter: Karl Meier,Teilnehmer: 5, davon 4 Sektionsmitgl., 1 DAV Heidelberg

Die Tour zu unserem Hüttenwirt Dragan Kiefer, Mitglied unserer Sektion, war leider geprägt von zahlreichen Absagen (7 von 11 Anmeldungen). Da war ich froh, dass mit Edgar wenigstens ein fünfter Mitfahrer dazu kam. Da sich damit der Einsatz unseres Busses nicht lohnte (Edgar fuhr extra), fuhr ich mit meinem Pkw die lange Strecke ins Defereggental in Osttirol. Der 3-stündige Aufstieg zur Hütte wurde uns von Dragan etwas erleichtert, denn er fuhr unsere Rucksäcke mit der Materialseilbahn hoch. Die restlichen 2 Stunden wurden so zu einem seltenen Vergnügen. Auf der hochgelegenen Hütte empfing uns die Hüttenmannschaft recht herzlich, denn Dragan, der noch im Tal zu tun hatte, hatte seine Freunde überschwänglich angekündigt. Nachmittags blieb noch Zeit um zur Riepenscharte (2764 m) hoch zu steigen, was aber auf dem alten Pfad über endlose Geröllhänge keinen Spaß machte. Die Aussicht nach Südtirol ins Antholzer Tal und zu den Dolomiten entschädigte aber für die Mühe. Der Abstieg über den neuen Steig war dann schnell erledigt. Nun konnten wir auch Dragan begrüßen, der sich schon mit unserem Abendessen beschäftigte. Am Abend wurden alte Erinnerungen aufgefrischt und bald das kalte Lager bezogen, denn ein langer Tag lag hinter uns. Am nächsten Morgen zeigte sich der Hochgall in seiner vollen Größe, aber unser Ziel war der Lenkstein (3236 m). Über endloses Geröll und Schrofenhänge ging es in eine steile Rinne, die mit Hilfe von Drahtseilen gequert wurde. Über eine von Bändern durchzogene Felswand erreichten wir die Roßhornscharte, von der es dann leichter über das Fenneregg zum Lenksteinjoch ging. Ein unangenehm verschneiter Grat führte dann in die Ostwand, durch die dann über schneebedecktes 1er-Gelände der Gipfel erreicht wurde. Die Sicht war leider gleich Null, denn alle Gipfel hüllten sich in Wolken. Auf gleichem Weg ging es vorsichtig wieder zurück und nach Überwindung aller Schwierigkeiten wurde eine verdiente Pause eingelegt. Für einige von uns war dies immerhin ihre schwierigste Bergtour. Bald erreichten wir unsere gastliche Hütte, wo wir mit einem tollen Apfelstrudel, von Dragan selbst gebacken, verwöhnt wurden. Am Abend erzählte uns Dragan von den Problemen eines Hüttenwirts, von denen wir als Gäste ja gar nichts mitbekommen. Die exponierte Lage der Hütte inmitten eines Kranzes von wilden und meist schwierigen Felsgipfeln zieht nun mal nicht die Bergwanderer in großer Zahl herauf. Dazu kommt das in diesem Jahr meist schlechte Wetter. Dieses hatten wir am nächsten Tag nicht, denn die Sonne begleitete uns auf dem steinigen Weg zum Almerhorn (2986 m). Eine tolle Aussicht auf die Dolomiten und die Hohen Tauern entschädigte für manchen vergossenen Schweißtropfen. Der Großvenediger zeigte sich in voller Größe und auch die Spitze des Großglockner war zu sehen. Bald ging es wieder zurück zur Hütte und zu Dragan mit seiner netten Mannschaft. Nach einer Abschiedszeremonie machten wir uns wieder auf den Weg nach unten und nach Hause, wo wir wohlbehalten und um Erlebnisse reicher rechtzeitig ankamen.

Karl Meier

Im Reich von Arnika und bärtiger Glockenblume.
Bergwanderung Botanik in den Kitzbüheler Alpen am 9./10. Juli 2011,Unterkunft: Kelchalm (Bochumer Hütte) 1430 m, DAV

Leitung: Karl Meier, Friedrich Müller, Teilnehmer: 15 + 1 Hund (14 DAV-Mitglieder)

Da das Wildseeloderhaus belegt war, hatte Karl kurzfristig zur Bochumer Hütte im gleichen Gebiet umgeplant. Mit dem DAV-Bus und 2 PKW`s erreichten wir in etwa 3,5 h, zuletzt über eine Forststraße, den geräumigen Parkplatz der Hütte. Nach Recken, Strecken und kleiner Stärkung wurden die Rucksäcke geschultert und nach etwa 30 Min. Fußmarsch kamen wir gegen 10:00 auf der Hütte an. Ein imposantes, massives Haus, das als Knappenheim für den Kupferbergbau (bis 1926) gebaut worden war und seine Gäste mit warmen Duschen (Sauna), Abendmenue und Frühstücksbuffett verwöhnt. Neben einer Mountainbikegruppe waren wir die einzigen Gäste. Bald waren die Lager bezogen und Ochsengoulasch oder Spinatknödel für den Abend ausgewählt.

Karl drängte zum Aufbruch, denn die Sonne brannte schon heftig vom Himmel und wir wollten die Botanik möglichst vor den abends angekündigten Gewittern erkunden.

Über Blumenwiesen und durch Bergwald ging es hinauf zum Laubkogel (1760 m), wo die mitgebrachte Brotzeit verzehrt wurde. Danach wanderten wir auf dem Bergrücken weiter bis zum Hahnenkampl (1812 m). Hier trennte sich die Gruppe: Ein Teil erklomm noch den "Rauber" und den Saalkogel (2008 m), während die von der schwülen Wärme doch sichtlich Ermatteten zurück zur Hütte strebten. Friedrich beantwortete unermüdlich alle Fragen auch zu unscheinbaren Pflänzlein, erklärte die früheren Wurmkuren, woher der Wurmfarn benannt ist, und berichtete vom Schicksal der Pflanzenkundigen im Mittelalter. Der Pflanzenbewuchs wird vom Gestein bestimmt, das sich hier silikathaltig (Gneis) zeigt. Kalkliebende Pflanzen sind kaum anzutreffen. Dafür bestimmen Arnika und die bärtige Glockenblumen das bunte Bild der Wiesen. Die vielen kleinen Tümpel schmücken sich mit Wollgras.

Auf der Hütte wurde der Schweiß innerlich und äußerlich abgespült und wir genossen das Abendmenue auf der Terrasse. Kein Gewitter trübte die Stimmung, aber die deutschen Fußballerinnen enttäuschten mit der Niederlage gegen Japan ihre Fans doch sehr.

Am nächsten Morgen wanderten wir nach vielfältigem Frühstücksbuffett zunächst bei wolkenverhangenen Bergen hinauf zur Toralm. Karl befriedigte den Gipfeldrang der Aktiven mit dem Aufstieg zum Tristkogel (2096 m), während die "Genusswanderer" sich am idyllischen Torsee bei inzwischen strahlender Sonne ausruhten. Drei Mann + Hund genossen vor der Brotzeit ein erfrischendes Bad im Quellsee der Saalach. So gestärkt war der Aufstieg zum höchsten Gipfel der Gamshag (2167 m) auch bald geschafft. Der Abstieg über Grashänge, den vier Eifrige noch mit dem kurzen Aufstieg zum Schützkögel (2067 m) unterbrachen, führte uns wieder zum Almweg bei der Oberkaseralm, auf dem wir bald zu unserer Hütte zurückkehrten. Nach Ergänzung des Flüssigkeitsspiegels nahmen wir Abschied von den Wirtsleuten der Hütte und strebten den nahen Autos zu.

Ein erlebnisreiches Wochenende in wenig besuchtem Gebiet, das dank der Sonne und Wärme allen doch einigen Schweiß kostete, ging mit der Heimfahrt durch starken Gewitterregen bei Eichstätt zu Ende.

Unser Dank gilt Karl für die gewohnt perfekte Planung und Führung und Friedrich für die ausführlichen Pflanzenauskünfte. Mit 7 Gipfeln hatte die von Karl als "bequem" eingestufte Tour auch für die trainierten Berggeher ihren Reiz.

Klaus Steffan

Erlebnisreiches Erzgebirge
Wanderung mit Kultur vom 23. - 26. Juni 2011

Unterkunft: Pension in Annaberg-Buchholz, Leiter: Harry Mrugalla, Teilnehmer: 11, alles Mitglieder

Diesmal ging es ohne unseren auch so hoch geschätzten AV-Bus ins "Fronleichnam-Abenteuer". Dennoch, die Abfahrt verlief wie gewohnt, pünktlich. Der Konvoi aus Privat-PKW's bewegte sich zuverlässig Richtung Erzgebirge und erreichte Annaberg-Buchholz ohne erkennbare Probleme. Beinahe mühelos wurde die Pension "Clärchen" gefunden, die sich mitten im Ort befand. Etwas schwieriger war die Parkmöglichkeit für die Pension. Da half nur die Unterstützung durch die Pensionschefin. Aber einmal gewußt wo, schon war es ein Kinderspiel. Alles in allem setzte die Pension Maßstäbe in Sachen Sauberkeit, Freundlichkeit, Lage und Preis. Alle waren sehr zufrieden. Obwohl eine Recherche im Internet nicht ganz so "clärchenhaft" sich zuvor darstellte.

Einzige Ausnahme bei den Teilnehmern 10 und 11, Meinereiner samt Frauchen. Hier wurde eine andere Pension am Ortsrand belagert, die aber ebenfalls zur Zufriedenheit sich zeigte.

Nun konnte das Erlebnis Erzgebirge beginnen. Alle trafen wir uns vor dem Bergwerk "Im Gößner" mitten im Ort. Dabei stellten wir fest, nachdem wir mittlerweile uns unmittelbar unter der Sparkasse in einem der vielen Gänge befanden, daß der Ort wie ein Schweizer Käse durchlöchert ist. Unzählige Gänge, in unterschiedlichen Etagen, ziehen sich labyrinthmäßig und verschachtelt unter dem ganzen Ort. Mittlerweile leider silberfrei gehauen, hatte man eine Vorstellung bekommen, wie schwer und beengt die Arbeit der Bergleute im Mittelalter war. Aber auch, wie es wohl in einem Ameisenbau zugehen würde.

Der nächste Tag begann mit einer Zugfahrt, der Fichtelbergbahn. Hier ging es in Dampflokromantik nach Oberwiesenthal. Dort weiter mit der ältesten Seilbahn Deutschlands auf den Fichtelberg (1214m). Zurück selbstverständlich ohne Seilbahn, keine Frage. Ein bisschen Zeit für eine Ortsbummel hatten wir auch noch, so daß die Rückfahrt mit der romantischen Fichtelbergbahn den Ausflug beendete.

Am darauf folgenden Tag ging es mit den Pkws nach Jachymov (St. Joachimsthal) über die Grenze in die Tschechei. Dort weiter zum Fuße des Klinovec (Keilberg 1244m), der höchste Berg des Erzgebirges. Dieser wurde komplett bewandert. Es war eine steile Angelegenheit. Auf dem Gipfel eingekehrt konnte manch einer nicht genug bekommen und hat außer Bier, Kaffe, Kuchen, Suppe auch einen tschechischen Schweinbraten genossen. Dennoch ging es ohne Völlegefühl, ein tschechisches Geheimnis, wieder zurück nach Annaberg-Buchholz. Ein Konzert in der St. Annenkirche stand für Einige noch an.

Alle Abende wurde sehr gut gespeist, teilweise mit den typischen Gerichten aus der Gegend, wie z. Beispiel den Buttermilchgetzen. Danach folgte immer der Ausklang des Tages in einer Bar mit herrlichem Ausblick auf den gesamten Marktplatz. Ein Eintrag ins Gästebuch der Bar zeugt von fränkischer Spontanstimmung.

Für den letzten Tag stand eigentlich der Besuch des Horchmuseums in Zwickau an. Aber nach demokratischer Manier wurde die Weiterfahrt nach Hause über die Tschechei mit Stopp in Karlovy vary (Karlsbad) beschlossen. Eine beeindruckende Stadt, die Kurpromenade einmalig schön. Ein gelungener Ausflugtipp.

Alles in allem war es eine interessante Fronleichnamtour, die wie so oft, ruckzuck vorbei ist.

Harry Mrugalla

Hüttentour im Karwendel
Es war einmal an einem Wochenende im Juli 2011, da begaben sich 5 bergbegeisterte Menschen im Alter von 11-14 Jahren frühmorgens zum Bahnhof in Treuchtlingen. Sie verfolgten alle das gleiche Ziel: Mit dem Zug nach Mittenwald in das zauber- und sagenumwobene Karwendelgebirge zu fahren. Der Wettergott hatte eigentlich schlechtes Wetter prophezeit, doch schon auf der kurvigen Strecke zwischen Murnau und Mittenwald erkannten wir, dass er nicht recht haben konnte :-). In Mittenwald angekommen stiegen wir einem zunächst steilen Steig empor ließen dabei alsbald die Zivilisation bei fast wolkenlosen Himmel hinter uns, querten unterhalb mächtiger Felswände das "berühmte" Dammkar und gelangten am Spätnachmittag zur geheimnisvollen Hochlandhütte, wo wir von den Burgherren der beschaulichen 40 Betten Unterkunft bereits erwartet wurden. Das heiße Wetter hatte uns zu schaffen gemacht, weshalb der Sautrog vor der Hütte regelrecht zum Baden einlud und wir uns den restlichen Tag an Honigmet, einer guten Portion Linseneintopf (mehr warme Speisen gab es nämlich nicht) sowie einer fetten Portion Abendsonne labten. Nach einer Runde "Black-Jack" fielen wir in unseren wohlverdienten Schlaf und wurden frühmorgens von unserem Weggefährten Leo, der sich erstaunt über die nebelverhangene Landschaft äußerte, geweckt. Als der Nebel wieder in das Auenland abgezogen war, brachen in Richtung Predigtstuhl (1921 m) auf um dort einen Blick auf die nördlich von uns gelegene Gebirgslandschaft zu werfen. Doch zuvor galt es, eine kurze und nicht ganz so leichte Passage zu meistern, bei der unsere mitgebrachten Klettersteigsets zum Einsatz kamen. Nach einem fast 2 stündigen Aufstieg erreichten wir schließlich den Predigtstuhl und genossen die fabelhafte Aussicht bei Gipfelschokolade und Trockenfrüchten. Der Abstieg führte uns über einen abenteuerlichen Weg durch ein bisschen Geröll hinein in das Dammkar wo wir nochmals aufsteigen mussten und um 14:00 Uhr bei den ca. 2200 Meter "Karwendelkessel" mit Blick auf das östliche und südliche Karwendelgebirge erreichten. Unterwegs konnten noch andere Bergbewohner wie eine Herde von Berggemsen und ein Salamanda Atra gesichtet werden, die aber leider nicht in das Reagenzglas von David passten. Mit der Drahtseilbahn ging es zum Schluss wieder zurück nach Mittenwald, wo es prompt zu regnen begann. Wir blieben aber trocken und kamen am Abend wohlbehalten wieder von der 1. gemeinsamen Bergfahrt zurück. Und wenn sie nicht gestorben sind, wandern sie .......

Dominik Weigelmeier

Eis und Gletscherausbildung
Im Zeitraum 23. - 26. Juni waren wir mit 8 Teilnehmern und 2 Fachübungsleitern im Pitztal, um den geplanten Gletscher- und Eisfallkurs durchzuführen.

Trotz des beim Aufstieg einsetzenden Regens, waren bei der nachmittäglichen Trockenübung zur Selbstrettung aus einer Gletscherspalte alle hoch motiviert. Am Freitag meinte es Petrus weiterhin schlecht mit uns! Aufgrund des anhaltenden Regens fanden wir uns im Kletterraum des Taschachhauses wieder. Parallel zum "Hüttenklettern" wurde den Teilnehmern die Standplatzbereitung mittels Reihenschaltung vermittelt.

Am Nachmittag konnten wir dann auf dem Gletscher die Fähigkeiten in der Vertikal- und Frontalzackentechnik erlernen, bevor wir zum Abschluss des Tages die ersten Erfahrungen mit Eisgeräten im Steileis sammelten.

Die Nordwand der Petersenspitze war unser Ziel für den Samstag.

Bei besten Verhältnissen zeigte sich am ersten Steilaufschwung, wer die Bewegungsabläufe der Vertikalzackentechnik des Vortages verinnerlicht hatte. Bei steigenden Temperaturen gestaltete sich der zweite Aufschwung als körperliche Herausforderung. Die weiche Schneedecke lies uns mittlerweile bei nahezu jedem Schritt hüfttief einbrechen. Trotzdem erreichten wir nach erheblichen Anstrengungen den Fuß der Nordwand, die wir dann mittels Fixseiltechnik überwanden. Aufgrund des stürmischen Windes hielt es uns nicht lange auf dem Gipfel und so stapften wir durch immer tiefer werdenden Schnee talwärts. Da wir an diesem Tag die einzige Gruppe waren, die das Abenteuer Nordwand wagten, ernteten wir neugierige Fragen der anderen Hüttengäste bzgl. der Bedingungen und konnten uns einer gewissen Genugtuung nicht erwehren. Spaltenbergung in der 3er-Seilschaft war der letzte Lehrinhalt am Sonntagmorgen, bevor wir nach dem Abstieg ins Tal die Heimreise antraten.

Teilnehmer: 5 Nicht-Sektions Mitglieder, 3 Sektionsmitglieder, 2 Fachübungsleiter

Rudi Wiedemann

Burgen, Wälder und Felsen    
Wandern und Kultur Saar-Hunsrück vom 11. - 15 Juni 2011

Mit unserem AV-Bus und zwei Pkw machten wir (11,5 Personen) uns an Pfingsten auf den Weg in das uns unbekannte Saarland. Das Internet hatte uns Premium-Wanderungen vom Feinsten versprochen, die wir unbedingt kennenlernen wollten.

Unser erster Halt war im württembergischen Öhringen, wo wir das Schloss und die Stiftskirche leider nur von außen besichtigen konnten. Bei einem Rundgang durch die Altstadt kamen wir außerdem am Blasturm vorbei und durch den Hofgarten.

Bei einem weiteren Halt wurden die steifen Glieder beim Anstieg zur Reichsburg Trifels bei Annweiler im Pfälzer Wald gelockert. Von der sehr schön restaurierten Burg mit Kopien der Reichsinsignien und einem tollen Ausblick waren alle begeistert. Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir Hinterweidenthal, wo wir den pittoresken Teufelstisch, einen 14 m hohen Sandsteinfelsen in Pilz- bzw. Tischform, bei einer kurzen Wanderung bewunderten.

Danach war es an der Zeit, unsere Unterkunft in Wellingen bei Mettlach zu beziehen. Karl hatte für uns eine Riesenferienwohnung mit 3 Schlafräumen, 3 Toiletten mit WC und Dusche sowie einem großen Aufenthaltsraum und 2 Küchen gemietet, in denen wir uns einvernehmlich ausbreiteten und zur Brotzeit schritten.

Der erste Premiumweg war die Litermont-Gipfeltour, nahe bei Nalbach gelegen und 2007 als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet. Die sehr abwechslungsreiche Tour über 10,3 km führte durch einen uralten Mischwald mit Wasserläufen auf den Gipfel des Litermont (418 m), der eine herrliche Aussicht auf weite Teile des Saarlandes und ins anliegende Frankreich bot. Eine Weidenkirche und ein Nachbau einer optischen Telgraphenstation waren außerdem zu sehen. Besonders unsere halbe Portion Matthias (5,75) hatte viel Spaß am seilgesicherten Aufstieg. Nach einer weiteren Felsformation, dem Grauen Stein, stiegen wir über die Himmelsleiter ab zum Parkplatz, wo der übliche Kaffee-Einkehrschwung statt fand. In dem feinen Lokal wurden leider wesentlich weniger feine Getränke ausgeschenkt, so z.B. Cappuccino ohne Schaum oder Cafe Creme mit angeblicher Milch im Tassenboden. Da nahmen wir schnell Reißaus und fuhren ins nahe Frankreich nach Sierck-les-Bains, wo die stattliche Burg des Herzogs von Lothringen über der kleinen Stadt an der Mosel thronte. Auch dort war es mit Verpflegung nicht zum Besten bestellt, so dass wir schließlich in Perl beim Italiener landeten.

Während der Nacht machte Luise ein Magen-Darm-Virus schwer zu schaffen. So begann die Pfingstmontagswanderung ohne Luise und Walter aber anfangs mit Nieselregen, als wir von Mettlach loswanderten um die Tafelrunde (16 km), einen Teil des Saar-Hunsrück-Steiges, zu begehen. Die Burg Montclair hatte noch geschlossen als wir Frühaufsteher vorbei marschierten, aber zum Glück war der Fährmann hell wach, der uns sicher über die Saar schiffte. Durch das wildromantische Steinbachtal erreichten wir den berühmten Aussichtspunkt Cloef, wo die enge Saarschleife tief unter uns lag. Auf einem waldreichen Höhenweg mit Tiefblicken ins Saartal erreichten wir schließlich die Keramik-Stadt (Villeroy & Boch) Mettlach, wo uns ein annehmbarer Kaffee kredenzt wurde. Die imposante Lutwinuskirche und der Park der Klosterabtei mit dem Alten Turm sowie verschiedene Outlet-Geschäfte wurden auf eigene Faust erkundet.

Der nächste Premiumweg, Deutschlands schönster 2005, führte uns nach Losbach am See. Der Felsenweg führte uns auf 13,1 km durch mächtige Buchenwälder und romantische Bachtäler auf mächtige Felsen mit z. T. verfallenen Burganlagen. Streuobstwiesen mit Kirschen (!) versüßten die Tour, die mit einem nicht enden wollenden Barfußpfad abschloss. Am Stausee wurden noch örtliche Schmankerln genossen, ehe der Abschlußabend gefeiert wurde.

Während der Nacht suchte der Virus auch noch Lieselotte und Karl heim, der trotzdem den Bus, ohne weitere Besichtigungen, sicher nach Hause brachte.

Weitgehend schönes Wetter, ein harmonisches Miteinander und herrliche Natur ließen die Fahrt zu einem Erlebnis werden, an die sich sicher auch unser Liebling Matthias gerne zurück erinnern wird.

Karl Meier

Glück und Pech in Nepal
Sechs Treuchtlinger Alpenvereinsmitglieder auf großer Tour im Himalaya

Erst vor kurzem kamen die Mitglieder einer Bergsteigergruppe des Treuchtlinger Alpenvereins von einer sehr erlebnisreichen Fahrt aus Nepal zurück. Auf einer 25-tägigen Reise mit einer Trekkingtour und Gipfelbesteigung, einer Rafting-Tour auf dem Trisuli River und einem Besuch des Dschungel-Nationalparks Chitwan sammelten die sechs Abenteuerer unvergessliche Eindrücke. Die geplante Besteigung des Eisgipfels Yala Peak (5500 m) fiel einem Wintereinbruch zum Opfer, der Ersatzgipfel Tsergo Ri North (5140 m) gelang aber dafür bei tollem Bergwetter. Die sechs Bergsteiger berichten von dieser ungewöhnlichen Reise.

Einen Kulturschock erlitten vor allem unsere drei Nepalneulinge schon nach der Ankunft in Kathmandu, der Hauptstadt eines der ärmsten Länder der Erde. Das Verkehrschaos, die Müllberge, die ungewöhnlichen Sitten und fremden Gerüche trafen sie hart, obwohl sie nicht unvorbereitet waren. M. B. Gubaju, unser bewährter nepalesischer Reiseleiter, und ein deutsch sprechender Kulturführer weihten uns auf einer Tagestour zur hinduistischen Opferstätte Takshin Kali und in die alten Zentren der ehemaligen Königstädte Patan und Kathmandu in die Gebräuche und Geheimnisse der Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus ein. Dann begann, gemeinsam mit M.B., einem Begleitsherpa, einem Climbing-Sherpa und drei Trägern, das Trekking in das Gebiet von Helambu nördlich von Kathmandu. Durch die bäuerlich geprägte Terrassenlandschaft ging es in stetem Auf und Ab auf einem Höhenrücken an fünf Tagen von 1450 m auf 3800 m Höhe. Dichte, bis über 20 m hohe Rhododendrenwälder in voller Blüte und zahlreiche Frühlingsblumen begleiteten uns auf diesem Anstieg von Lodge zu Lodge, der auch für eine optimale Akklimatisation sorgte. Leider wurden wir dabei von sehr unangenehmen Magen-Darm-Krankheiten, gefürchtet bei allen Trekkern, nicht verschont. Besonders Jonas, unser Jüngster, hatte darunter massiv zu leiden. Trotzdem erreichten alle den Paßübergang Laurebina Col (4610 m), der in das Gebiet der heiligen Seen von Gosainkund (4381 m) führte. Dieser Eiskeller um die zugefrorenen Seen bescherte uns Schneeschauer und -7 °C kalte Zimmer, was uns dank unserer guten Ausrüstung nicht viel anhaben konnte. Auf dem weiten Abstieg in das Bergdorf Thulo Syabru (2200 m) wurden wir dafür mit herrlicher Aussicht auf den Achttausender Manaslu (8163 m) und wieder angenehmen Temperaturen entschädigt.

Dann ging es durch das schluchtartige Tal des Langtang Khola in drei Tagesmärschen zum höchsten Ort im Langtang-Nationalpark, Kyanjing Gompa (3850 m). Der interessante Bergurwald mit gewaltigen Bäumen und wilden Affenhorden faszinierte uns ebenso wie die kümmerliche Landwirtschaft auf Minifeldern zwischen uralten Manimauern. Bis hier war das Wetter immer beständig, morgens Sonne, mittags Wolken und abends leichte Niederschläge in Form von Regen, Graupeln oder Schnee. Als wir zum Hochlager für die Besteigung des Yala Peak (5500 m) aufstiegen, begann es schon vormittags zu schneien und auf der Basecamp-Höhe von 4600 m war der Schneefall so dicht und schon so viel Schnee gefallen, dass unsere Begleitmannschaft den Lagerplatz nicht fand. Da bei längerer Dauer des schlechten Wetters ein Abstieg wegen Lawinengefahr und Orientierungsproblemen für alle gefährlich geworden wäre und besonders die schlecht ausgerüsteten Träger Probleme bekommen hätten, wurde einvernehmlich der sofortige Abstieg beschlossen. Trotz Schneesturm erreichten alle naß aber wohlbehalten die relativ warme Lodge. Am nächsten Morgen war sie tief verschneit und machte ihrem Namen "Super view" alle Ehre. Die Sonne strahlte unerwartet auf winterliche Berge herab, die einen erneuten Besteigungsversuch des Yala Peak unmöglich machten. Eine Wanderung in Richtung Basecamp des Langtang Lirung (7246 m) wurde bald wieder abgebrochen, da der schmale Pfad nicht mehr gefunden wurde.

In der starken Aprilsonne schmolz der Schnee auf den Südhängen schnell dahin, was uns Hoffnung auf die Besteigung eines niedrigeren Fünftausenders machte. Voller Motivation wurde am nächsten Morgen aufgebrochen, um den versprochenen Gipfel dieser Kategorie zu bezwingen, aber unsere Höhenmesser zeigten auf der Spitze gerade mal 4550 m an. Die Enttäuschung und der Ärger waren groß, denn die vorgesehene Zeit für Gipfelbesteigungen war abgelaufen. Der einberufene Krisenstab kürzte bei späteren Vorhaben einen Tag und schuf damit die Möglichkeit, an einem allerletzten Bergtag einen Gipfel oberhalb der 5000m-Grenze zu bezwingen. Am schönsten Tag der gesamten Reise wurde dann doch noch das Minimalziel erreicht, der Tsergo Ri North (5140 m). Wolkenloser Himmel gab die gewaltige Sicht auf eine Arena aus zahlreichen Gipfeln zwischen 6000 und 8000 m frei. Sogar der Achttausender Shisha Pangma (8027 m) grüßte aus Tibet herüber. Ein langer Abstieg kam auf uns zu, denn durch die Zeitplanänderung wartete eine Sonderschicht auf uns. Nach 1300 Hm Aufstieg, 1600 Hm Abstieg, einer Streckenlänge von ca. 28 km und 11 Stunden Gehzeit, und das in einer Höhe bis über 5000 m, waren alle rechtschaffen müde. Der nächste lange Marsch über 25 km führte zurück ins Tal, wo nach langer Zeit und ca. 170 km Trekkingstrecke, wieder Autogeräusche und -abgase zum Alltag gehörten. Nach einer 12-Stunden-Busfahrt auf abenteuerlichen Pisten und Schlaglochstraßen sah uns Kathmandu wieder, wo eine richtige Dusche und bequeme Betten sehr willkommen waren.

Das Abenteuer fand aber noch eine Fortsetzung in Form einer zweitägigen Raftingtour auf dem Trisuli River. Reißende Stromschnellen wechselten sich ab mit Paddelstrecken und erfolgreichen "Seeschlachten" mit japanischen Booten. Die Nacht dazwischen wurde im Zelt und bei romantischem Lagerfeuer verbracht. Eine Fahrt ins an Indien grenzende Tiefland führte uns dann in den schwülheißen Dschungel des Nationalpark Chitwan. Auf einer Bootsfahrt im Einbaum, einer Urwaldwanderung, einem Bird Watching und als Krönung einer Exkursion auf Elefantenrücken im Dschungel brachte uns die Tierwelt mit Krokodilen, Hirschen, Gazellen, Wildschweinen und Nashörnern sowie exotischen Vögeln näher.

Wieder in Kathmandu angekommen, war Kultur angesagt. Die Königsstadt Baktapur, die Verbrennungsstätte Pashupatinath, die gewaltige Stupa von Bodnath und das herrlich gelegene Swayampunath mit seinen religiösen Stätten waren eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten.

Der etwas chaotische Rückflug nach Frankfurt, wo wir zwar wohlbehalten aber ohne unser Gepäck ankamen, und die dadurch verpasste Zugverbindung konnten die positiven Erlebnisse nur kurzzeitig etwas trüben. Die Reise, die es in sich hatte und die in Erinnerung bleiben wird, wurde von Alpenvereins-Oldie Karl Meier (67) organisiert und begleitet. Der bestiegene Gipfel war sein letzter großer Berg dieser Höhe in der Liste seiner Top 16 mit Höhen bis über 7000 m. Er wird sich nun nach neuen Zielen in den europäischen Gebirgen umsehen.

Mit dabei in der harmonischen Gruppe waren Rudi Wiedemann, Walter Pfahler, Roland Hillitzer sowie Siggi und Jonas Schmidt.

Karl Meier

Die ausgefallene MTB- Tour  
Nur 2 Teilnehmermeldungen zur MTB-Tour und von denen noch eine Absage wegen kurzfristiger Verletzung. Konsequenz: Absage!

Aber dabei hätte es doch so schön sein können:

Donnerstag: Traumwetter am Gardasee

Nach der Ankunft mittags in Torbole gleich auf's Bike und Auffahrt über die alte Ponale-Straße nach Pregasina . Dort gab's natürlich - Spaghetti. Danach noch eine kurze Tour auf den Mte. Brioni mit der supergeilen Trailabfahrt und am Abend Pizza und ein Gläschen Rotwein bei der Planung des nächsten Tages.

Freitag: Traumwetter

Auffahrt auf den Mte. Altissimo. Insgesamt bedeutete dies für den gesamten Tag 2300 hm. Davon harte 300m Schiebe- und Tragepassagen. Im Rifugio natürlich - italienische Stärkung. Dann facettenreiche Abfahrt über holperige Passagen, schmale, zum Teil auch ausgesetzte Trails und flowige Waldstrecken bis nach Mori. Von dort bequem auf Aspalt-Radweg zurück nach Torbole.

Am Abend natürlich Pizza, Rotwein und Planung für den nächsten Tag.

Samstag: Traumwetter

Auffahrt über Arco zum Bocca di Tovo (ca. 1000 hm). Von dort direkt in steilen, technisch schwierigen Trail hinab bis in die Weingärten zwischen Tennosee und Arco. Durch die in frischem Grün stehenden Weinstöcke zum Campari-Orange im Caffee Trentino (Arco). Danach Strandpause am Lago. Sonnenbad - Relaxing - Cappucchino. Abends Abschluss-Pizza, Abschlusswein und Foto-Viewing: Toll! Schau dir das Panorama an! Schau, hier war mein Sturz! Wow, dieser Trail war das Non plus Ultra. Schade, dass wir morgen wieder heimfahren müssen! Ein echt spannender und lohnender Trip!

Gut, dass wir die ausgefallene Vereinstour doch gemacht haben - als Privattour - leider nur zu zweit. Danke Sammy! Vielleicht sind wir nächstes Jahr ein paar Leute mehr.

Engelbert Seider

Rund um die Osterseen
Am 28.Mai war es so weit, das Wetter ließ auf eine gute Tour hoffen. Zum Eingehen etwas ganz leichtes lautete die Devise, und so fuhren Walter Pfahler, Reinhard Kollarek, Sonja Luber und ich Richtung Starnberg, vorbei am Starnberger See bis Iffeldorf (Biologische Forschungsstation) und das bei nicht gerade gutem Wetter!

Doch wir hatten Glück, die Umrundung des Großen Ostersees gelang trockenen Fußes und als wir Breitenauer- und Ameisensee erwandert hatten, lugte auch die Sonne durch den Wolkenhimmel. Frechen-, Stech- und Lustsee nahmen wir einfach noch mit und erreichten Iffeldorf nach ausgiebiger Wanderung bei sonnigem Himmel. Selbst den Kaffee und Kuchen konnten wir bei reichlich Sonne genießen. Heimfahrt nach Treuchtlingen.

Irmengard Reichardt

Seilbrücken zum Jubiläum des Parkexpresses  
15.05.2011

Anlässlich des Jubliläums des Parkexpresses neben der "Lok"

installierten wir auf dem Gelände zwischen den Bäumen zwei Niedrigseilelemente, wo für die meist noch nicht erwachsenen Gäste schon Einiges an Geschick verlangt wurde. So mussten sie z. B. in 40 cm Höhe auf einem nur wenige Zentimeter breiten Band und unter der Zuhilfenahme von weit auseinanderliegenden, herabhängenden Seilen 8 Meter überwinden.

Oder aber an der zweiten Station versuchen, an nur einem mitgeführten Seil, zu balancieren. Gesichert wurden die jeweiligen Wagemutigen durch Julia, Leo, Lea, Inka, Jan, Björn und Lara. Viel Pause blieb dazwischen für unser Sicherheitspersonal nicht, denn es herrschte viel Betrieb und Durchlauf. Die Fragen zu dem ausgestellten Material (Steigeisen, Lawinenpieps, etc. ) oder der "Knotentafel" mussten und wollten nämlich auch beantwortet werden. Pünktlich um 18 Uhr setzte dann der Regen ein und markierte das Ende dieser Aktion sowie des lustigen Tages. Ich denke es war für alle, trotz der etwas hektischen und kurzen Vorbereitungszeit, eine gelungene Veranstaltung. Bei dem nächsten "Jubiläum" - egal welches - sind wir wieder präsent :-).

Dominik Weigelmeier/Jugendgruppe

Osterkletterei in Konstein    
29.04.2011

Am heutigen Freitag sollte es das erste Mal, nach zwei Hallenkletterterminen, an den echten Fels gehen. Mit von der Partie waren Inka, Jan, Leo, Lea und Björn. Um 13 Uhr starteten wir in Treuchtlingen und fuhren in das schöne Urdonautal nach Aicha, wo wir nach einem kurzen Aufstieg im sogenannten "Winnetou-Kessel" ankamen.

Bevor es aber an die Kletterei gehen sollte, galt es noch ein wenig Theorie zu verinnerlichen - Knotenkunde! Jedoch konnten wir diese in der äußerst angenehmen Frühlingssonne durchkauen, was den Unterschied zum tristen Schulalltag ausmachte :-).

Nachdem die Theorie erledigt war, stiegen nach und nach alle durch die schwierigsten Routen des "Winnetou-Kessels", um oben angekommen die Aussicht auf das Tal zu genießen - naja, ein paar Bäume waren schon im Weg. Alle waren sichtlich stolz, das erste Mal selbst gesichert zu haben

- unter Beaufsichtigung natürlich (noch). Die Freude war gar so groß, dass sich die meisten gar ums Sichern "stritten". Da jedoch alle Kraftreserven einmal zuende sind, beendeten wir den Tag mit einer anständigen Brotzeit und traten am frühen Abend, gut gelaunt die Heimfahrt an. Schöner könnte das Ende der Osterferien doch kaum sein, oder?

Dominik Weigelmeier/Jugendgruppe